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Vernissage: Jun Tomita
Fr. 14.09.

Vernissage: Jun Tomita

Restaurant Johanniterhof, Feldkirch, Marktplatz 1
Ausstellung » Markt

Veranstaltungskategorie(n)

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                                                                                            Installationen zeitgenössischer Kunst


KASURI

Webkunst aus Japan in der Johanniterkirche

 

Die letzte Ausstellung im Jubliäumsjahr Feldkirch 800 ist einem der angesehensten zeitgenössischen Textilkünstler Japans gewidmet. Jun Tomita zeigt in seiner Installation in der Johanniterkirche sieben großformatige Teppiche, die er mit der aufwändigen Web- und Färbetechnik Kasuri hergestellt hat. Zu sehen ist die Ausstellung von 15. Sept. bis 22. Dez. 2018.

 

Jun Tomita (geb. 1951) war berührt und angespornt, als er im September 2017 die Johanniterkirche in Feldkirch erstmals betrat. Aus der asiatischen Kulturregion stammend, trat er in eine historische europäische Kirche ein und spürte einen Raum, der eine ihm fremde, regionale Kultur und Weltanschauung zum Ausdruck brachte.

 

Die Spuren der 800-jährigen Geschichte waren Faszination und Inspiration für die sieben in monatelanger Handarbeit eigens für die Installation in der Johanniterkirche gefertigten Teppiche, sagt Jun Tomita: „Kirchen oder Tempel regen mich auf sehr unterschiedliche Weise an. Ich bin immer interessiert an den Wänden von Gebäuden. Die Wände der Johanniterkirche beinhalten für mich sehr viele Dinge und sie sagen mir sehr viel. Ich spüre die Menschen der Vergangenheit und wie die Zeit buchstäblich durch die Wände ging. Das hat sehr viel Tiefe.“

 

Die minimalistisch anmutende Webkunst von Jun Tomita basiert auf der traditionellen, in Okinawa im Süden Japans praktizierten Kasuri-Webtechnik. Poetische Farbanmutungen kennzeichnen die Handschrift des Künstlers, aber auch das meisterhafte Inszenieren des Materials. Für die Teppiche in der Johanniterkirche verwendete er ausschließlich Naturmaterialien, Leinen für die Kette und Ramie und Seide für die Schussfäden.

 

Die Formulierung seines künstlerischen Entwurfs beginnt immer lange bevor das Kettgarn in seinem selbstgebauten Webstuhl aufgebäumt ist. Eine Idee wird mit Farbstiften als Skizze festgehalten, wonach er in die Farbküchenecke seines Ateliers zum Färben der Fäden verschwindet. Seine anregende Arbeitsumgebung fungierte früher als Gewächshaus. Heute wird hier Textilkunst kreiert. Jun Tomita und seine Partnerin Mayo Horinouchi arbeiten Webstuhl neben Webstuhl. Im Sommer verirren sich Schmetterlinge in das Atelier. Im Winter spürt man die Kälte in den Knochen, nur einige Stunden effektives Arbeiten ist möglich. Diese Idylle, wie Tomita es nennt, befindet sich an einem Hang in einem kleinen Dorf in der für ihre Schönheit berühmten Region Saga, nordwestlich von Kyoto, dem wichtigsten Kulturzentrums Japans.

 

Jun Tomitas Webkunst ist in den wichtigsten Textilsammlungen der Welt vertreten. Seine Arbeiten wurden in bedeutenden Gemeinschaftsausstellungen zur japanischen Kunst u.a. in folgenden Museen präsentiert: Museum of Modern Art, New York, Victoria & Albert Museum, London und Stedelijk Museum, Amsterdam. 


Eröffnung: Freitag, 14. Sept., 20.00

Der Künstler ist anwesend.

 

Vernissagerede: Nanna Aspholm-Flik, Textildesignerin Stuttgart

 

Johanniterkirche

Marktstraße

6800 Feldkirch, AT

 

Dauer der Ausstellung:

15. Sept. bis 22. Dez. 2018

 

Öffnungszeiten:

Dienstag- Freitag: 10-12 Uhr und 15-18 Uhr

Samstag: 10-14 Uhr


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